KfW Gründungsmonitor 2009
Bei der Frage, wie es derzeit um das Gründungsgeschehen in Deutschland steht, kommt man nicht um den KfW Gründungsmonitor herum. So zeigt die KfW Bankengruppe jährlich den aktuellen Status der Unternehmensgründungen in Deutschland. Laut des Gründungsmonitors 2009 verlangsamte sich in 2008 der Rückgang der Unternehmensgründungen in Deutschland. So machten sich immerhin noch knapp 800.000 Deutsche selbständig, was einen Rückgang um 7% gegenüber dem Vorjahr entspricht. Etwa jeder fünfte Gründer war zuvor arbeitslos. Leider ist der Anteil innovativer Gründungen mit gerade mal 15% sehr niedrig. Immerhin sind mit den Gründungen auch etwa 450.000 vollzeitäquivalente Arbeitsplätze entstanden. Einziger “Trost” (wenn auch ein sehr schwacher): Der Rückgang der Gründungen liegt niedriger als in den Vorjahren.
Außerdem: Gerade die Anzahl der Unternehmensgründungen aus der Arbeitslosigkeit dürfte in den ersten Monaten in 2009 hingegen angesichts der Finanzkrise angestiegen sein.
Mir stellt sich angesichts dieser ernüchternden Zahlen die Frage, warum wir nicht die Unternehmensgründung durch verschiedene Maßnahmen weiter fördern. Was genau? Wie wäre es, wenn man bereits früh in der Schule über die Chancen der Selbständigkeit informiert (auch über wie mache ich mich selbständig, was gibt es zu beachten, etc.) ? Wie wäre es, wenn man echte Equity Finanzierungsmöglichkeiten schafft oder je nach Bundesland ausbaut, um die Early Stage Finanzierung in Deutschland stärker anzukurbeln? Wie wäre es, wenn wir lokale oder regionale Netzwerke auf- und/oder ausbauen, um den Austausch zwischen den Jungunternehmern anzukurbeln (da gibt es meiner Meinung nach auch bereits ein paar interessante Beispiele in Deutschland). Und da wir Deutsche ja immer sicherheitsliebend sind: Wie wäre es, wenn man mal über die Unterstützung von gescheiterten Unternehmensgründern nachdenkt? Denn auch das zeigt der Gründungsmonitor der KfW: “Re-Starter”, d.h. Gründer, die nicht zum ersten Mal gründen, sind im Durchschnitt erfolgreicher. Zusätzlich spielt für viele potenzielle Gründer die Frage, ob man als eventuell gescheiterter Unternehmensgründer “einfach” wieder einen normalen Job als Angestellter erhält oder inwiefern ein solches Scheitern nach wie vor noch sich negativ im Lebenslauf macht, eine wichtige Rolle.
Mehr Infos über den Gründungsmonitor 2009 erhaltet Ihr unter www.kfw.de.