SEO – die Alchemie des 21. Jahrhunderts?
Es gibt derzeit kaum ein Thema, zu dem man mehr “heiße Tipps” von selbsternannten Experten bekommt als zur Suchmaschinenoptimierung oder kurz SEO – meist zu horrenden Preisen. Aber lohnt es sich, so viel Geld in dieses Thema zu investieren? Wie so oft gibt es hierzu keine eindeutige Antwort!
Viele SEO Agenturen und selbstgekrönte “Päpste der Suchmaschinenoptimierung” lassen in Vorträgen und Beratungsgesprächen ein paar englische Buzzwords fallen und versuchen, ihre eigenen Aktivitäten möglichst intransparent für ihre Kunden zu belassen. Dabei sollte man sich vor Augen führen, dass niemand 100%ig einschätzen kann, wie nun genau die Algorithmen der Suchmaschinen funktionieren.
Aber wieviel kann man als Startup selber machen und wo lohnt es sich, etwas vom meist so knappen Budget zu investieren? Lohnt es sich, eine eigene SEO Agentur zu engagieren und in Workshops die eigene Seite analysieren zu lassen?
Zunächst muss man hier zwischen der sogenannten Onsite und der Offsite Optimierung unterscheiden. Die Onsite Optimierung umfasst Maßnahmen, die man meistens auch selber an der eigenen Webseite(n) vornehmen sollte, um möglichst gut auffindbar für Suchmaschinen zu sein.
Hierunter fällt vor allem der Content – die Artikel / Beiträge, die man auf seiner Webseite einstellt. Oft hört man, dass “Content rules” und man nur ausreichend viel und vor allem qualitativ hochwertige Inhalte online stellen muss und man dann schon gut von Google & Co. gerankt wird. Dies stimmt so nur bedingt. Auch auf die Struktur der Texte (Überschriften, Anzahl sog. Keywords, etc.) und die Einzigartigkeit der Texte kommt es an. Die Suchmaschinen strafen sog. Duplicate Content (mehrfach vorhandene Texte) ab. Zusätzlich scheint auch die Struktur der URLs eine wichtige Rolle zu spielen.
Doch woher bekommt man die Inhalte?
Nun, es gibt eine Vielzahl an potenziellen Quellen für Texte:
- Selber schreiben
- Praktikanten und Aushilfen schreiben lassen
- Userforen einrichten und die eigenen Nutzer Inhalte einstellen lassen (Vorsicht: Kann natürlich Folgeaufwand bedingen – etwa moderieren, überprüfen, etc.)
Zusätzlich existieren diverse Marktplätze, auf denen man den ein oder anderen Artikel einkaufen kann. Ebenso könnten Freelancer (freiberufliche Journalisten) eine meist jedoch kostspielige Alternative sein.
Allerdings sollte man dabei auch immer die Qualität im Auge behalten – zumindest für die Hauptseiten ein sicherlich wichtiges Kriterium.
Bei der Auswahl relevanter Suchbegriffe und vor allem der Offsite Optimierung könnte (muss aber nicht unbedingt) externe Hilfe sinnvoll sein. Die Offsite Optimierung umfasst vor allem das sog. Linkbuilding. Hierunter versteht man den Aufbau externer Links, die auf die eigene Seite verweisen. Vereinfachend gesagt: Je mehr und je hochwertigere Links auf die eigene Seite verweisen, um so besser für die eigene Auffindbarkeit.
Zur Analyse von Suchbegriffen kann man jedoch auch selber auf die Hilfe verschiedener Software-Tools zurückgreifen. Ebenso kann man den Aufbau externer Links je nach vorhandenen Kapazitäten (v.a. Zeit, Kontakte, etc.) selber vorantreiben.
Es gibt also nicht unbedingt ein Patentrezept bei der Frage, ob man externe Hilfe bei der Suchmaschinenoptimierung in Anspruch nehmen solte. Finger weg von allwissenden Experten, die keine Rechenschaft über die eigene Arbeit ablegen wollen und dafür horrende Beträge kasieren möchten! Je nach Wettbewerbsgrad bei den relevanten Suchbegriffen kann jedoch externe SEO Unterstützung durchaus auch hilfreich sein!