Es wurde bereits viel über die aktuelle Finanzkrise geschrieben. Ob Opel, Karstadt Quelle oder die HypoRealEstate – Namen von teilweise traditionellen deutschen Unternehmen hören wir nahezu täglich in der Presse. Die Bundesregierung handelt und unterstützt diese namhaften Unternehmen, da sie “systemkritisch” sind. Summen, die man als Bürger zuvor so noch nie im Zusammenhang mit Konjunkturpaketen gehört hat, werden der Wirtschaft zur Verfügung gestellt.
Aber was ist mit den Startups in Deutschland? Warum berichtet die Presse hierüber nicht? Sind Unternehmensgründungen nicht “systemkritisch”? Gerade junge Unternehmen sind jedoch von der aktuellen Finanzkrise betroffen! Gerade wenn es um eine Risikofinanzierung durch VC Companies geht, haben die meisten Startups derzeit Probleme an adäquate Mittel zu kommen.
Die deutsche Risikokapitalszene war noch nie im internationalen Vergleich besonders ausgeprägt. Jedoch angesichts der Finanzkrise hat sich die Situation nochmals verschärft. Einige institutionelle Venture Capitalist Firmen ebenso wie Privatinvestoren zögern derzeit bei neuen Investments.
Ich frage mich, warum die Bundesregierung nicht hier handelt und Unternehmensgründungen verstärkt fördert?
Gerade in Zeiten der Krise sind Unternehmensgründungen besonders wichtig und bieten sowohl für die Gründer, als auch die Gesellschaft als solche besondere Chancen! Warum investieren wir als Gesellschaft daher nicht wenigstens einen Bruchteil der Gelder, die wir für die “Rettung” von HRE, Opel und Co. ausgeben in öffentliche Wagniskapitalfonds? Warum verbessern wir nicht zusätzlich auch den Zugang zu den bereits vorhandenen Förderinstrumenten, so dass sie auch tatsächlich “normale” Gründer, die nicht bereits arbeitslos sind, überhaupt erreichen?
Es wäre meines Erachtens eine Investition in die Zukunft!
Auch wenn ich derzeit nicht selber von Finanzierungsproblemen der Unternehmensgründungen betroffen bin, so stimmt mich die aktuelle Situation bei Startups in Deutschland traurig.