Neues Look and Feel von gesundheit.de
Nun ist es schon ne ganze Weile her, seitdem ich das letzte Mal Euch auf meinem Blog über Start Ups und Unternehmertum informiert habe. Der Grund: In den letzten Wochen arbeiteten wir u.a. intensiv am Relaunch von gesundheit.de – einer der führenden Gesundheitsseiten im deutschsprachigen Internet. Nun ist es endlich so weit: gesundheit.de wurde erfolgreich regelauncht! Mit einem frischen Look startet die Seite ins (zugegenermaßen nicht mehr ganz so) neue Jahr. Auf den Seiten von gesundheit.de erfahrt Ihr mehr über Krankheitsbilder, Familienthemen und Wellness. Außerdem erhaltet Ihr Fitnesstipps und es stehen Euch Biowetter-Daten sowie Lexika zu Gesundheitsthemen zur Verfügung.
Neben dem Launch und weiteren Ausbau von flymedic.de war der Relaunch von gesundheit.de eine sehr spannende Herausforderung. Mehr über gesundheit.de erfahrt Ihr hier:
www.gesundheit.de – Informationen und Tipps rund um Ihre Gesundheit
ebs Gründerforum eine gelungene Veranstaltung für alle Gründungswillige
Am vergangenen Freitag, den 2.10.09, fand an der European Business School (ebs) ein aus meiner Sicht gelungenes Gründerforum mit solch interessanten Referenten wie Arndt Kwiatkowski (dem Mitgründer von Immobilienscout24), Rainer Schaller (dem Gründer von McFit) und Cornelius Boersch (Gründer von Mountain Partners) statt. Alle Referenten gaben einen offenen und nicht minder faszinierenden Einblick in ihre jeweilige Gründerstory. Hierbei wurde zumindest aus meiner Sicht deutlich, dass es so etwas wie “das” Erfolgsrezept nicht gibt und Erfolg nur schwer vorhersagbar ist. So standen auch fast alle erfolgreichen Unternehmensgründungen mindestens einmal kurz vor dem Aus.
Interessant war auch die Aussage von Herrn Boersch, wonach knapp 90% der Investments in der VC Branche nicht erfolgreich seien. Unisono wurde auf die herausragende Bedeutung von Business Angels für den Erfolg von Start-Ups hingewiesen.
An verschiedenen Stellen kam auch die Frage auf, warum es nur so wenige Unternehmensgründer an der ebs gibt. Für mich ergeben sich hierbei verschiedene mögliche Gründe:
Aufgrund der überdurchschnittlichen Einstiegsgehälter von ebs Absolventen fällt es schwerer, sich der Verlockung des fixen Gehalts zu entziehen und stattdessen das unternehmerische Risiko zu suchen. Ebenso werden Studenten von Business Schools dank oft aufwendigen Recruiting Veranstaltungen von Beratungen und Banken auf diese Branchen bereits in frühen Semestern geprägt.
Hiergegen (zumindest als einziger Grund) spricht, dass andere private “Eliteunis” wie die Handelshochschule Leipzig (HHL) oder die WHU bereits eine Vielzahl erfolgreicher Gründer hervorgebracht haben, trotz mindestens genauso hoher Einstiegsgehälter und intensiver Recruitingveranstaltungen.
Generell kann auch der risiko-averse Einfluss des Elternhauses und der Umgebung (“studier´ doch erstmal und geh anschließend zur Beratung, da lernst du verschiedene Unternehmen kennen und kannst dich dann noch immer entscheiden, ob du dich selbständig machst”) einen vom Gründen abhalten.
Aus welchen Gründen auch immer sich so wenige ebsler bisher als Unternehmensgründer betätigen, es lässt sich meines Erachtens generell für deutsche Unis festhalten, dass meistens die besten Absolventen zu Unternehmensberatungen, Investmentbanken und vielleicht einer gewissen Auswahl an bekannten “Blue Chips” aus der Industrie gehen, während in den USA die TOP Absolventen eher eigene Unternehmen gründen (übrigens eine These, die auch während des Gründerforums erwähnt wurde).
Auch Wiesbaden und der Rheingau ist zu meinem Bedauern weniger als innovative Startup-Region wie Berlin oder München, sondern vielmehr für den guten Wein bekannt. Auch hier muss sich in den nächsten Jahren einiges ändern, weswegen ich auch solch eine Veranstaltung wie das ebspreneurship Gründerforum so willkommen heiße.
Das ebs Gründerforum war insgesamt eine sehr gelungene und informative Veranstaltung für alle Gründungswillige und ebs Studenten. Da machte es auch nicht viel aus, dass leider einer der angebotenen Workshops (just für den ich mich interessierte) nicht stattfand. Die lebendigen Vorträge von u.a. Schaller, Boersch und Kolja Hebenstreit machten dies mehr als wieder wett. Hoffentlich lassen sich hiervon auch die ebs Studenten und der Rheingau anstecken.
Neue Themenspecials auf flymedic
Um den Usern von flymedic noch gezielter Informationen über die wichtigsten Themengebiete zu bieten, wurden nun die ersten Themenspecials online gestellt. Für verschiedene Kernthemen erhalten Patienten prägnant Informationen über z.B. Risiken, Vorsorge oder Nachsorge bei Behandlungen im Ausland. Ein weiteres zentrales Thema stellt “Medizintourismus” selbst dar.
Auch hierzu findet der flymedic User ein Themenspecial mit den wichtigsten Informationen. Interessant: Jedes Jahr lassen sich je nach Quelle bereits bis zu 300.000 deutsche Patienten im Ausland behandeln – meistens im Dentalbereich (Zahnersatz, Zahnimplantat, Veneers, etc.) oder in der plastischen Chirurgie (Fettabsaugung, Brustvergrößerung, Brustverkleinerung, usw.). Aber zunehmend lassen sich Deutsche auch im Ausland ihre Augen lasern (LASIK). Die beliebtesten Länder für deutsche Medizintouristen stellen neben Ungarn und Tschechien auch Spanien, Kroatien, Bulgarien, Polen und die Türkei dar.
Weitere Infos zum Thema Medizintourismus findet Ihr unter:
KfW Gründungsmonitor 2009
Bei der Frage, wie es derzeit um das Gründungsgeschehen in Deutschland steht, kommt man nicht um den KfW Gründungsmonitor herum. So zeigt die KfW Bankengruppe jährlich den aktuellen Status der Unternehmensgründungen in Deutschland. Laut des Gründungsmonitors 2009 verlangsamte sich in 2008 der Rückgang der Unternehmensgründungen in Deutschland. So machten sich immerhin noch knapp 800.000 Deutsche selbständig, was einen Rückgang um 7% gegenüber dem Vorjahr entspricht. Etwa jeder fünfte Gründer war zuvor arbeitslos. Leider ist der Anteil innovativer Gründungen mit gerade mal 15% sehr niedrig. Immerhin sind mit den Gründungen auch etwa 450.000 vollzeitäquivalente Arbeitsplätze entstanden. Einziger “Trost” (wenn auch ein sehr schwacher): Der Rückgang der Gründungen liegt niedriger als in den Vorjahren.
Außerdem: Gerade die Anzahl der Unternehmensgründungen aus der Arbeitslosigkeit dürfte in den ersten Monaten in 2009 hingegen angesichts der Finanzkrise angestiegen sein.
Mir stellt sich angesichts dieser ernüchternden Zahlen die Frage, warum wir nicht die Unternehmensgründung durch verschiedene Maßnahmen weiter fördern. Was genau? Wie wäre es, wenn man bereits früh in der Schule über die Chancen der Selbständigkeit informiert (auch über wie mache ich mich selbständig, was gibt es zu beachten, etc.) ? Wie wäre es, wenn man echte Equity Finanzierungsmöglichkeiten schafft oder je nach Bundesland ausbaut, um die Early Stage Finanzierung in Deutschland stärker anzukurbeln? Wie wäre es, wenn wir lokale oder regionale Netzwerke auf- und/oder ausbauen, um den Austausch zwischen den Jungunternehmern anzukurbeln (da gibt es meiner Meinung nach auch bereits ein paar interessante Beispiele in Deutschland). Und da wir Deutsche ja immer sicherheitsliebend sind: Wie wäre es, wenn man mal über die Unterstützung von gescheiterten Unternehmensgründern nachdenkt? Denn auch das zeigt der Gründungsmonitor der KfW: “Re-Starter”, d.h. Gründer, die nicht zum ersten Mal gründen, sind im Durchschnitt erfolgreicher. Zusätzlich spielt für viele potenzielle Gründer die Frage, ob man als eventuell gescheiterter Unternehmensgründer “einfach” wieder einen normalen Job als Angestellter erhält oder inwiefern ein solches Scheitern nach wie vor noch sich negativ im Lebenslauf macht, eine wichtige Rolle.
Mehr Infos über den Gründungsmonitor 2009 erhaltet Ihr unter www.kfw.de.
Banking und Currywurst mit Pommes
Ein findiger Banker hat die Finanzkrise genutzt und sich mit Pommes und Currywurst selbständig gemacht. Bereits in der vergangenen Woche berichtete n-tv.de über einen ehemaligen Banker, der nach seiner Entlassung in Zeiten der Finanzkrise einen “rollenden Imbiss” in Frankfurt gegründet hat. Thomas Brauße hat einen alten Bus zu einer “Würstchenbude” umgebaut und verkauft nun in der Nähe zu seiner alten Arbeitsstätte am Messeturm Currywürstchen und Pommes Frites. In einem Interview sagte der 44-Jährige, dass er schon immer eine Wurstbude im Finanzviertel Frankfurts vermisst hat. Vor allem seine Londoner Kollegen staunten aber nicht schlecht, als er sich tatsächlich mit dieser Idee selbständig machte. Und Zukunftspläne hat er auch schon: Currywurst DAX und als asiatische Alternative die Wurst Nikkei. Das nenne ich mutiges Unternehmertum!
Mehr hierzu findet Ihr unter:
http://www.n-tv.de/wirtschaft/dossier/Broker-gruendet-Imbiss-article487582.html
Aboomba.com: Neue Finanzierungsrunde dank Hochzeitsgäste
Einen nicht ganz gewöhnlichen Weg beschreitet das amerikanische Startup Unternehmen Aboomba.com. Da derzeit dank Finanzkrise auch in den USA der Markt für Risikokapital fast ausgetrocknet ist, haben sich die Gründer Drue Kataoka und Svetlozar Kazanjiev etwas besonderes überlegt: Sie bitten ihre Hochzeitsgäste um Finanzmittel für ihr Startup. Die Gäste können zwischen “Feed an Engineer for a Day” für knapp 27o US Dollar oder einer Woche “Cloud Web Hosting” für ca. 135 US Dollar wählen. Auch die obligatorische Garage für ein Silicon Valley Startup kann man bezuschussen oder die Pizza fürs Team bezahlen.
Auch wenn ich noch nicht rausbekommen konnte, was Aboomba.com eigentlich ist oder zukünftig anbieten möchte, finde ich diese Idee klasse! Sicherlich auch super PR! Sehr originell!
Hier könnt Ihr Euch die Wunschliste des Hochzeitspaars ansehen:
Gründerfest der IHK Wiesbaden am 28.08.2009
Die IHK Wiesbaden veranstaltet am 28.8.09 ab 16 Uhr 30 in der IHK Wiesbaden ein Gründerfest. In lockerer Runde kann jeder Interessent einen “Gesprächs-Parcours” mit Netzwerkpartnern der IHK absolvieren und seine Fragen rund um das Thema Existenzgründung stellen. Neben der IHK und der Handwerkskammer werden Vertreter u.a. der Agentur für Arbeit, EXINA, KfW, NASPA (Nassauische Sparkasse) und der Business Angels FrankfurtRheinMain teilnehmen. Auch die Wirtschaftsjunioren werden vertreten sein.
Datum: 28. August 2009
Ort: IHK Wiesbaden, Wilhelmstr. 24-26, Großer Saal
Kosten: k.A.
Weitere Informationen erhaltet Ihr unter:
IHK Wiesbaden
Übrigens: Auch die IHK Rheinhessen in Mainz veranstaltet ein Gründerfest. Los geht es hier am 2.9.09 ab 16 Uhr in der IHK am Schillerplatz 7 in der Mainzer Innenstadt. Für alle Gründungswillige im Rhein-Main-Gebiet sicherlich ein Termin, den man sich merken sollte.
Ihr werdet mich sicherlich bei beiden Veranstaltungen antreffen
Gründerflirt Offenbach am 17.9.09
Das FAZ Institut veranstaltet mit Unterstützung u.a. der Wirtschaftsjunioren Offenbach am 17.9. ab 18 Uhr einen Gründerflirt. Gründer, Gründungswillige und “Re-Starter” sind herzlich eingeladen, in gezielten Gesprächsrunden ihre Idee vorzustellen und so weitere Teammitglieder zu rekrutieren. Gerade wenn man sein Team erweitern möchte sicherlich eine hilfreiche Veranstaltung.
Geplant sind verschiedene “Flirtrunden” in denen sich entweder Gründer mit ihren Geschäftsideen oder Gründungswillige mit relevanten Kenntnissen aber ohne der passenden Geschäftsidee vorstellen können. Auch das Networking soll dabei nicht zu kurz kommen.
Datum: 17.9.09
Ort: Offenbach, Heyne Fabrik
Kosten:
Weitere Informationen erhaltet Ihr unter:
http://www.gruenderflirt.net
Erfolgreiche Kapitalerhöhung für flymedic
Trotz der derzeitigen Finanzkrise war es uns möglich, eine weitere Finanzierungsrunde für flymedic bzw. die Viator Online GmbH erfolgreich abzuschließen. Die bisherigen Gesellschafter The Medialab, hinter dem die beiden Mediengruppen Madsack und WAZ stecken, das Healthcare Unternehmen JNB Healthlab und ein Privatinvestor stellen flymedic weitere Finanzmittel zur Verfügung. Hiermit werden wir in den nächsten Wochen und Monaten den weiteren Ausbau unserer russischen und deutschen Plattform intensivieren.
Weitere Infos unter:
http://www.flymedic.de/news/Kapitalerhoehung-medizintourismus-plattform
Internet Startup Karte Deutschlands
In welcher Stadt Deutschlands entstehen die meisten Internet-Startups?
Dieser interessanten Frage widmete sich Deutsche Startups.de mit einer Analyse der in ihrer Datenbank gelisteten Unternehmensgründungen. Das wenig erstaunliche Resultat: In Berlin entstehen die meisten Internet-Startups, gefolgt von München. Problem der Auswertung: Sie ist nicht repräsentativ, da nur die in der Deutsche Startups.de gelisteten Gründungen analysiert wurden. Und da fehlen einige, etwa unsere beiden Gründungen JNB Healthlab und vor allem Viator Online bzw. flymedic. Und dennoch ist sie eine interessante Erhebung der aktuellen Lage in Deutschland. Die Gründungsaktivitäten konzentrieren sich auf einige Metropolen Deutschlands, während es in anderen Großstädten wie Hannover sehr ruhig ist. Hier die Hitliste der Gründungszentren:
1. Berlin
2. München
3. Hamburg
4. Köln
5. Düsseldorf
6. Frankfurt
7. Leipzig
8. Stuttgart
9. Bremen
10. Bonn
Etwas abgeschlagen folgen Wiesbaden (Platz 13) und Nürnberg (14). Aus eigener Erfahrung kann ich bestätigen, dass sich die Gründungsaktivitäten in Leipzig dank optimalen Ausgangsvoraussetzungen (öffentliche Förderungen, Zugang zu Gründungsfinanzierungen, Unis und v.a. HHL, günstige Gehälter und Büroflächen, etc.) sehr erfreulich entwickeln – nicht umsonst sind dort im Umfeld z.B. der Handelshochschule (HHL) solch erfolgreiche Startups wie Unister und Spreadshirt entstanden!
Andere v.a. westdeutsche “Traditionsstädte” wie Hannover und Nürnberg sollten davon lernen und ebenfalls verbesserte Ausgangsvoraussetzungen für Unternehmensgründungen bieten. Auch Wiesbaden – dem Ort, in dem wir bisher unsere Unternehmen gegründet haben, kann vom Beispiel Leipzig lernen.
Mehr Informationen zur Erhebung erhaltet Ihr unter: